„Nonne ist gut…“
… und das kann man sowohl auf den Namensgeber unserer Schule als auch auf die Schule selbst beziehen. Seit nunmehr zwanzig Jahren tragen wir den Namen der bekannten Hildburghäuser Persönlichkeit und versuchen, ihm alle Ehre zu machen. Grund genug also, das Jubiläum in einer Feierstunde angemessen zu begehen. So trafen sich am Mittwoch, dem 3. Dezember, viele Mitglieder der Schulgemeinschaft (Schüler- und Elternsprecher, Kollegium, technisches Personal, Förderverein und viele „Ehemalige“) im Atrium des Schulhauses. Als Ehrengäste konnten die Rektorin Jana Bieling und der Schülersprecher Emiliano Derstila den Bürgermeister Hildburghausens, Patrick Hammerschmidt, den ehrenamtlichen Vertreter des Landrates, Herrn Wiedemann, die Referentin für Regelschulen im Schulamt Südthüringen, Frau Lödige, die Leiterin der Schulverwaltung im Landratsamt, Frau Möller sowie die ehemalige Rektorin und Vorsitzende des Schulfördervereins, Frau Hartmann, begrüßen.
Nach den kurzen Grußworten des Vertreters des Landrates und des Bürgermeisters wurde Leben und Werk des Namensgebers in Form eines Theaterstückes in Erinnerung gerufen und gewürdigt. Das Theaterstück „Dr. Carl Ludwig Nonne – ein schweres, aber kein leeres Leben“ zeigte die Facetten der Persönlichkeit des „Pestalozzis Südthüringens“: Neben seinem vielfältigen Wirken als Pädagoge, Schulreformer und Gründer des Lehrerseminars war er ein Mann der Kirche, der Herausgeber der „Dorfzeitung“ sowie aktives Mitglied der Freimaurerloge Hildburghausen. Neben all diesen Verpflichtungen forderte ihn auch das familiäre Leben, schließlich wollten 14 Kinder und eine Ehefrau versorgt sein. Fleißig hatte die Theatergruppe in den letzten Monaten geprobt und eine überzeugende Vorstellung abgeliefert, der Beifall am Ende war groß und belohnte die Darsteller für ihren Einsatz.
Die anschließende Festrede der ehemaligen Rektorin Frau Hartmann zeichnete noch einmal den Weg der Namensgebung nach: Viele Jahre war die ehemalige „Thälmann-Schule“ namenlos, trug den profanen Namen „Regelschule 1“. In vielen Diskussionen wurde nach neuen Identifikationsfiguren für die Schulgemeinschaft gesucht: Neben Nonne waren auch der Zeichner und Kupferstecher Carl Barth, der Philologe und Ägyptologe sowie Gründungsrektor des Hildburghäuser Gymnasiums Friedrich Sickler, der Gründer des Bibliographischen Institutes Joseph Meyer sowie Ernst Thälmann im Gespräch. Eine Abstimmung unter Schülern, Eltern und Kollegium ergab eine knappe Mehrheit für Carl Ludwig Nonne, dessen Namen unsere Schule nun seit dem 28. Mai 2005 mit Stolz trägt. Während der Festrede erklang auch noch einmal das eigens für die Namensverleihung entstandene „Nonne-Lied“, komponiert von Roland Schäl, der es gemeinsam mit Gudrun Schäl, ehemalige Musiklehrerin, auch vortrug. Den Text verfasste Irmtraut Müller, ebenfalls eine frühere Lehrerin der Nonne-Schule. Der Refrain des Ohrwurmes „Nonne ist gut …“ war schnell einstudiert und wurde von allen Teilnehmern der Feierstunde mitgesungen.
Der Abend klang aus bei einem kleinen Imbiss und Getränken mit guten Gesprächen und Erinnerungen.
Die Schülerschaft und das Kollegium der Nonne-Schule werden das Werk und Vermächtnis ihres Namensgebers weiterhin in Ehren halten, natürlich vor allem durch die alltägliche pädagogische Arbeit.
Ein herzliches Dankeschön für die gelungene Festveranstaltung geht an alle Helfer und Mitwirkenden, die beteiligt waren: Natürlich vor allem Frau Hartmann und Familie Schäl, die Theatergruppe unter Leitung von Frau Freudenberger und Frau Schubert, Frau Mitzenheim und Frau Kaufmann für die Vorbereitung des Imbisses, Frau Steiner für die Dekoration des Schulhauses, „Ottos Gartenparadies“ für die Bühnendeko und natürlich den Hausmeister Herrn Frank.


Fotos: Alexander Becker